Haus des Jugendrechts Trier
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Herzlich Willkommen: Polizei

Aufgaben

Gemeinsames Sachgebiet Jugend

Die Aufgaben der Polizei im Haus des Jugendrechts (Gemeinsames Sachgebiet Jugend - GSGJ) fußen auf den beiden klassischen Säulen polizeilichen Handelns:
der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung.

Der Unterschied zur allgemeinen polizeilichen Aufgabenstellung allerdings resultiert aus der Zielgruppe „junge Menschen“ und dem gesetzlich vorgegebenen Verfahren.
Die einschlägigen Gesetze verpflichten auch die Polizei im Jugendstrafverfahren und im Jugendschutz auf die Maximen „Erziehung statt Strafe“, „Beschleunigung des Verfahrens“ sowie „Schutz vor schädlichen Einflüssen auf die körperliche und seelische Entwicklung“. Daher werden im GSGJ speziell ausgebildete Jugendsachbearbeiter eingesetzt.
§ 163 StPO bindet die Polizei an das Legalitätsprinzip. Sie muss demnach bei allen ihr bekannt werdenden Straftaten (JGG = Verfehlungen) Ermittlungen einleiten. Im Zusammenhang mit strafunmündigen Kindern richten sich diese Ermittlungen nach dem Motiv, ggf. strafrechtlich verantwortlichen Personen im Hintergrund und eventuellen Aspekten der Kindeswohlgefährdung. Gegen Jugendliche und Heranwachsende wird ein reguläres strafrechtliches Ermittlungsverfahren im Sinne der benannten Maximen durchgeführt.
Der Polizei kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da sie der erste und häufig der einzige unmittelbare Kontakt des Delinquenten zu Strafverfolgungsorganen ist.

Die spezialisierte Gefahrenabwehr erfolgt im GSGJ durch Präventionsveranstaltungen zu jugendrelevanten Themen in Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken, Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereinen und nicht zuletzt innerhalb des HdJR.

Anlassunabhängig werden so genannte Jugendstreifen initiiert, bei denen junge Menschen an ihren Treffpunkten aufgesucht werden, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ebenso werden junge Mehrfach- und Intensivtäter anlassbezogen aufgesucht. So genannte „Gefährderansprachen“ sollen sie dafür  sensibilisieren, dass sie im Fokus polizeilicher Ermittlungen stehen und sie sich zukünftig aufgrund eines gesteigerten Entdeckungsrisikos normkonform verhalten sollten.

In enger Zusammenarbeit mit den für Jugendschutz Verantwortlichen der Jugendämter und den zuständigen Ordnungsämtern führt das GSGJ Jugendschutzkontrollen durch.